Träume nicht Dein Leben,lebe Deinen Traum

Vorab: Hin Flug Frankfurt-Killimanjaro Airport mit Condor 400 € p.P. 05.12.2013 21 Uhr Abfl./Ank. 7 Uhr.
             Rückflug Sansibar - Frankfurt mit Condor 440 € p.P. 11 Uhr Abfl./Ank. 17 Uhr.
          (gebucht 01.05.2013 am 01.11.2013 wäre er für incl. 650 € p.P. buchbar gewesen)
          Gültiger Reisepass mitdestens 6 Monate sowie Visum notwendig" (gibt es am Flughafen für 50$
         
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt (Impfausweis),
          Achtung, wenn man aus Tansania ausreisen möchte, benötigt man noch mal 48$ p.P.

Hin/Rückflug              1.680 €
Preis 8 Tage Safari    4.795 €    (Privat Safari, keine Gruppe Preis für 2 Personen)

Flug nach Sansibar          285 €  
Auto Sansibar  3 Tage      190 €
Übern. Sansibar 3 Nächte 120 €    
(Sansibar selbst org.)
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                                     7.070 €


SAFARI gebucht/organisiert mit MAMUYA SAFARIS

Unser Jeep:

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Warum mit Mamuya Safari?
Wir haben wochenlang gegoogelt, Kontakt zu vielen Anbietern in Deutschland und Tansania gehabt, Routen/ Preise verglichen, geändert, angepasst, viele faule Tomaten aussortiert, teilweise auch mit den Anbietern telefonischen Kontakt gehabt, lange überlegt und wieder nach den Anbietern aus der engeren Auswahl gegoogelt und schließlich uns für Mamuya Safari entschieden (Daniela Geier-Mamuya), da die Beratung per Mail und der erste Kontakt überhaupt sehr gut war. Die gesamte Safari ließ sich nach unserer speziellen Wünschen zusammenstellen.


Das ist unser Programm im Detail:



Angebot vom 06. Juni 2013
TANSANIA PRIVAT SAFARI & SANSIBAR
für Thomas & Susi vom 06. Dezember 2013 – 16. Dezember 2013

Arusha National Park, Tarangire National Park, Lake Manyara National Park, Serengeti National Park, Ngorongoro Krater mit Ngorongoro Schutzgebiet (Übernachtungen in Safari Lodges und Luxus Zeltcamps).

Tag 1 (06.12.2013):
Ankunft am Morgen am Kilimanjaro International Airport um 8:00am – Arusha National Park - Arusha
Wir begrüßen Sie sehr herzlich am Kilimanjaro International Airport und heißen Sie in Tansania willkommen. Sie starten gleich zum Arusha National Park. Mit einer Größe von 137km2 liegt er zwischen dem Mount Kilimanjaro und dem Mount Meru, der gleichzeitig auch die Grenze des Parks bildet. Mit Höhen zwischen 1500 Metern am Momella See und dem Gipfel des Mount Meru mit 4566 Metern, schließt dieser Gebirgspark die verschiedenen Vegetationsstufen von tropisch halbtrocken bis hochalpin mit ein. Dem entsprechend vielfältig ist auch die Flora und Fauna. Die Tierwelt besteht aus einer Vielzahl an Pflanzenfressern, Raubtieren und Primaten wie dem schwarz-weißen Stummelaffen, Pavianen, Giraffen, Büffel, Nilpferden, Leopard, Hyänen, Wildhunden und einer großen Vielzahl an Antilopen Arten. Es gibt keine Löwen im Park, aber mit etwas Glück sehen Sie einen Leoparden! Der Arusha National Park ist berühmt für seine 400 Vogelarten, die Ornithologen, vor allem an den Momella Seen, beobachten können. An klaren Tagen hat man von fast überall im Park eine faszinierende Aussicht auf den Mount Kilimanjaro. Das Mittagessen haben Sie als Lunch Pakete mit dabei. Nachmittags unternehmen Sie eine ca. 2h Wanderung mit einem bewaffneten Ranger durch den Park. Abends kehren Sie nach Arusha zurück in Ihre Lodge zum Abendessen und zur Übernachtung.
Unterkunft: Olasiti Lodge
(100 € DZ pro Nacht Vollp.)

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Tag 1 - Ankunft Kilimanjaro Airport 7 Uhr 25, die Kontrollen verliefen kurz und schmerzlos! Visum 2 Minuten je 50$,
Nächster Schalter Fotos und Fingerabdrücke, 3. Schalter dann die eigentliche Kontrolle. Kilimanjaro Airport ist ein kleiner gemütlicher Flughafen. Noch kurz was zum Flug: Flugzeit war 8 Stunden, Tipp: wenn das Kommando Boarding completed kommt und eine Reihe in der Mitte frei ist, dort hin setzen, denn dann kann man sich nachher legen. Ach ja, beim Notaustieg hat man zwar mehr Beinfreiheit, man kann aber die Rückenlehne nicht zurückstellen. Eigentlich wollten wir ja schlafen, wurden aber bis ca. 2 Uhr terrorisiert mit Essen, Getränken, 1. und 2. Runde, DutyFree usw. und ab 4 Uhr 30 kamm dann schon das Frühstück.

Vor dem Flugaghhafen wartete unser Guide Julius mit dem Jeep, der für die nächsten 7 Tage tagsüber unser zu Hause sein wird (klingt gut). Da Dank Red Bull kein Hauch von Müdigkeit zu verspüren war, entschlossen wir uns sofort durchzustarten und uns ins erste Abenteuer zu stürzen.

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Arusha Natioalpark- Fahrzeit ca. 60 KM, ca.1 Stunde. Schon auf der Fahrt kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus, die Menschen, Hütten, die andere Lebensart. Eindruck um Eindruck faszinierte uns, wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Frauen tragen vieles auf dem Kopf, Kinder strahlen mit ihren weissen Zähnen und leuchtenden Augen, die Meru, der dort ansässige Stamm, lebt in kleinen Hütten, die sich wie Perlen an der Schnur die Strasse lang ziehen.

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Das erste, was wir im Park sehen sind Affen, der für den Arusha Park bekannte Colobus Affe, riesengroß, mit langem schwarz-weissen Fell, sitzt gleich wie bestellt im Baum, er sieht tatsächlich genauso aus wie unser Hund, farblich, nur dass der nicht geschickt genug ist, im Baum zu sitzen. Hier gelingen uns auch die ersten Traumfotos, Nahaufnahmen der Affengesichter.

Da der Park sehr dicht bewachsen ist, sahen wir zu Anfang nur Affen, die uns sehr beeindruckten. Weiter drinnen im Park, als die Landschaft offener wurde, trafen wir eine Giraffenfamilie, ganz nah an der Strasse, mit Jungtieren. Sie haben sich durch uns nicht aus der Ruhe bringen lassen, wir konnten sie richtig gut beobachten und fotografieren.

Direkt danach das nächste Highlight, das man auch gut hören konnte, denn Flamingos scheinen sich pausenlos alles mögliche zu erzählen. Ein See, der überall am Rand rosa gefärbt war von den vielen Flamingos, die dort standen. Es herrscht eine ziemliche Unruhe, alles schnabuliert, wedelt aufgeregt mit den Flügeln, läuft hin und her und piept vor sich hin. Aber leider scheinen die Flamingos nicht nur schön zu sein, sondern auch gut zu schmecken, denn überall liegen im Gras rosa Federn, die von einem schmackhaften Mahl irgendeines Tieres erzählen. Oben auf einem Baum sitzt ein Adler auf einem Rest Flamingo,  die beiden roten Flamingobeine in verschiedene Richtungen zeigend und geniesst sein Mittagsmahl, schaut uns böse an, überlegt, ob er jetzt tatsächlich seinen Flamingo im Stich lassen muss, um zu flüchten. Aber nach ca. 1min werden wir als harmlos eingestuft und er straft uns mit Nichtachtung. Wir könnten jetzt noch Stunden so weiter über unsere Eindrücke schreiben, aber nach ca. 2h begaben wir uns dann zu unserer 1. Tented Lodge, so langsam aber ganz sicher und mit Nachdruck kam jetzt die Müdigkeit.

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Angekommen im Hotel stellten wir fest, dass Thomas Tablet kaputt ist, es ließ sich nicht mehr einschalten. Sehr traurig, denn wir hatten geplant, abends die Fotoausbeute des Tages anzusehen und Bilder auf die Website hochzuladen. Das alles geht jetzt nicht mehr. Eine Stunde später treffen wir uns das erste Mal mit Daniela und Bariki von Mamuya Safaris, bisher gab es nur Kontakt per Mail oder Telefon. Sie kommen zu uns ins Hotel, um uns die Reiseunterlagen  und den Internetstick  (1 Monat Internet für 20€) zu geben, sie haben ihn uns umsonst zur Verfügung gestellt. Jetzt lernen wir uns endlich persönlich kennen. Die Stimmung ist sehr herzlich. Bei dem Gespräch erzählen wir, dass unser Tablet kaputt ist und wir auf die Schnelle noch irgendeinen bezahlbaren Ersatz suchen. Bariki fängt sofort an zu telefonieren. Leider ist es schon nach 17h und die meisten Shops sind schon geschlossen. Daniela und Bariki nehmen uns spontan mit in ihrem Auto und wir fahren mehrere Shops ab, aber vergeblich, es gibt nur Laptops, die für diesen Zweck viel zu teuer sind. Der Frust saß tief, 2h quer durch Arusha im dicksten Verkehr für nichts. Und jetzt werden wir auch noch von den beiden ungeplant zum Essen (Barbeque) eingeladen. Daniela bietet uns für die Dauer der Safari ihren eigenen Laptop an. Wir können es nicht fassen, wir haben uns eben gerade erst persönlich kennen gelernt. Überglücklich, satt und hundemüde werden wir wieder zurück ins Hotel gebracht. obwohl die Strecke nicht lang ist, dauert es ewig, ein völliges Verkehrschaos, weil Ampeln installiert wurden an die sich keiner hält, was dazu führt, dass die Kreuzungen und Straßen teilweise völlig blockiert sind.

Gegen 21h sind wir dann endlich im Hotel zurück, die Zimmer waren ok, unsere erste Begegnung mit einem Affen, der auf der Terrasse sitzt und uns beobachtete.

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Fazit im Nachhinein: Der Arusha National Park ist kein Muss, aber man kann in kürzester Zeit einige Tiere sehen, Giraffen, Büffel, Flamingos, sehr viele Affen, aber nichts im Vergleich zur Serengeti, aber ein schöner Start, wenn man noch nie in einem Park war.




 Schon von Deutschland aus haben wir beide bei unseren Arbeitgebern nachgefragt, ob Interesse besteht, Spenden in Sachform für Tansania bereit zu stellen, wie z.B. Stifte, Taschen, Rücksäcke, Spielzeug, Luftballons. Das Feedback war sehr positiv, wir bekamen zwei riesige große Pakete voll, insg. 20kg, die wir vorab schon per Post an Daniela auf die Reise geschickt haben. Die Portogebühren nach Tansania sind sehr hoch, insgesamt 160€, aber die Vorfreude, Kinder diese Sachen geben zu können hat alles aufgewogen. Diese Fotos sind entstanden, als Bariki die Sachen in einer Schule verteilt hat. Es ist so schön zu sehen mit wie geringem Aufwand man die Augen der Kinder zum Leuchten bringen kann, es hat uns jeweils nur ein Email an die Werbe/Marketingabt. gekostet.

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Tag 2 (07.12.2013):
Tarangire Nach dem Frühstück fahren Sie mit Lunch Paketen in den Tarangire National Park. Die Fahrt dauert etwa 2h. Sobald Sie das Eingangstor in den National Park passieren, beginnen die Pirschfahrten. Tarangire bietet Ihnen ein herrliches, weites Panorama von offenen Akazienwäldern mit Grassavannen und große Herden von Elefanten. Besonders in der Trockenzeit lockt der Tarangire Fluss viele Elefanten an sein Ufer, die dort ihren Durst stillen wollen. Der Park unterteilt sich in acht unterschiedliche Vegetationszonen, die von Sümpfen über offenes Grasland bis zu Akazien bewachsenen Landschaften reichen. Tarangire beheimatet mehr als 300 verschiedene Vogelarten. Das Gelände im Park ist sehr weitläufig und die Baobab Bäume wachsen in Hülle und Fülle und die „Kerzen“ der Kandelaber Bäume ragen fächerartig in den Himmel. Am späteren Nachmittag treffen Sie in Ihrer Lodge zum Abendessen und zur Übernachtung ein. Die Lodge liegt innerhalb des Tarangire National Parks
TARANGIRE NATIONAL PARK Unterkunft: Tarangire Safari Lodge
(295 € DZ pro Nacht Vollp.)

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Heute ist unser 2. Tag, eigentlich wollten wir schon viel mehr geschrieben haben, aber es fehlt einfach die
Zeit und ein schnelles Internet für die Fotos. Wir haben unseren Traumurlaub gefunden und stehen mit
offenem Mund da. 
Wir haben sehr viel Wunderschönes erlebt und gesehen, so viele Tiere, freundliche Menschen getroffen, wir sind einfach hin und weg. Abends sind wir total erschöpft, weil wir nicht genug bekommen können und dann spät in der Lodge ankommen, alle 1000 Akkus irgendwie laden müssen, hier wird teilweise der Strom abgestellt abends. Es gibt jetzt schon sehr viele Fotos von Giraffen, Büffeln, Straussen mit Babies, Zebras, Gnus, Leoparden in Bäumen, Elefanten, Pavianen und anderen Affen.Wir hatten sehr viel Glück mit unserem Guide Julius, den wir über Mamuya Safaris gebucht haben und der uns mit seinem Wissen und seinen Adleraugen sehr imponiert. Auch ein riesengrosses Dankeschön an Mamuya Safaris, Daniela und Bariki, ohne deren Einsatz gestern abend wir gar nicht online sein könnten. Internet ist ein Katastrophe, nicht nur hier, das sollte uns weiterhin verfolgen und das Schreiben nicht leicht machen.


Es geht von Arusha zum Tarangire-Nationalpark , Fahrzeit 2h. Den halben Tag sehen wir nicht einen einzigen Elefanten und der Park ist bekannt für seine Vielzahl von Elefanten. Aber dafür begrüßen uns die ersten Tsetsefliegen, die ebenfalls für Tarangire bekannt sind, Elefanten wären uns lieber, denn die Tsetsefliegen fackeln nicht lange sobald sie im Jeep sind und starten gezielt Lande- und Stechversuche. Die Dinger sind richtig groß, etwas so wie Bremsen, die Stiche tun genauso weh.

Die ersten Tiere, die wir sehen sind Warzenschweine mit Jungen überall und relativ schnell schon unseren ersten Leoparden, mit dem wir so schnell nie im Leben gerechnet hätten. Er liegt faul am Stamm eines Baumes, schläft und putzt sich abwechselnd. Natürlich viele Zebras, Gazellen, und dann unseren ersten Elefanten, einen Bullen, alleine, erst nicht ganz so nah, aber er kommt auf den Jeep zu und läuft dann vor uns über die Straße.


Die Tarangire Safari Lodge haben wir uns gezielt ausgesucht, weil sie eine wunderschöne, riesengroße Terrasse hat mit Ausblick über den Park und von dort oft vorbei ziehende Elefanten zu sehen sind. Aber wir werden enttäuscht, kein einziger kommt heute vorbei. Aber diese Lodges in den Parks sind nicht eingezäunt, d.h. alle Tiere können, wenn sie wollen direkt überall hin, es gibt Wachpersonal, die alle Gäste von und zu den Zelten begleiten. Fragt sich nur, was so eine Zeltplane aushält, aber lieber nicht weiter denken.
Und sie kamen auch, zwischen unseren und dem Nachbarzelt steht eine große Gazelle, wir bleiben fasziniert stehen und denken, jede Bewegung vertreibt sie sofort. Sie ist zwar wachsam, aber bleibt. Wir können es kaum fassen, so nah bei uns. Hier dachten wir noch, das ist was Besonderes, aber es sollte sich in jeder Lodge wiederholen. Affen überall, auf dem Bäumen, am Zelt, um uns herum, wir gehen zum Abendessen, ein Buffet mit wirklich leckerem afrikanischen Essen.  Aber diese Lodge ist durch die Beleuchtung im an den Seiten offenen Restaurant über und über bevölkert mit Insekten aller Art, u.a. geflügelten Terminen und Käfern bis zu 10cm Länge, der Boden wird ständig gekehrt, er ist immer wieder aufs Neue schwarz vor Insekten. Sie landen überall, auch auf uns, krabbeln hinten in den Pulli rein und unten wieder raus, laufen ist schwierig, wenn man versucht nicht drauf zu treten, eigentlich unmöglich. Zum Glück hat sich das in dieser Intensität in den anderen Lodges nicht wiederholt. Die Zelte selber sind relativ einfach, es gibt einen hinteren abtrennbaren Zeltteil, in dem sich eine Toilette und Dusche befinden, aber auch nur zu bestimmten Zeiten Strom und keine Steckdosen. Wenn man seine Akkus laden will muss man in die Insektenhalle, bzw. die Rezeption, wo eine ganze Batterie von Steckdosen zur Verfügung steht, ebenso, wenn man seine Mails lesen will, was man da automatisch sehr schnell macht, sonst wird es zur Qual. Morgens früh geht es nach dem Frühstück weiter Richtung Ngorongoro, ab jetzt ändern sich die Straßenverhältnisse schlagartig.


Tag 3 (08.12.2013):
Tarangire National Park – Mto-wa-Mbu activities - Lake Manyara National Park
Nach dem Frühstück fahren Sie zum benachbarten Lake Manyara National Park und werden zunächst das farbenfrohe Städtchen Mto-wa-Mbu besuchen, das direkt neben dem National Park liegt. Sie werden einen Spaziergang über die Bananenplantagen machen oder die Gegend mit dem Fahrrad erkunden. Sie werden eine Schule und ein Waisenhaus besuchen, sehen wie die “Ting Tinga-Malerei” entsteht und erfahren, wie das lokale Bier “Mbege” hergestellt wird. Der Ort liegt im Schnittpunkt der afrikanischen Bevölkerungsbewegungen, sodass sich hier Angehörige nahezu aller (etwa 120) Völker Tansanias befinden sollen. Sicher ist, dass alle vier panafrikanischen Sprachfamilien: Bantu, Nilotisch, Kuschitisch und Khoisan im Ort und der unmittelbaren Umgebung unter der Wohnbevölkerung vertreten sind. Dies ist einzigartig für den ganzen Kontinent. Hinzu kommt der durch den regen Tourismus bedingte Zuzug von Menschen aus dem ganzen Land.
Zum Mittagessen laden wir Sie auf die Bananenplantage der Familie „Mamuya“ zu einem traditionellen afrikanischen Essen ein. Alles wird frisch für Sie zubereitet und ist wirklich ein Erlebnis!
Am frühen Nachmittag besuchen Sie den Lake Manyara National Park. Der Lake Manyara National Park liegt am Rande des großen Grabenbruchs und besticht durch seine unglaubliche Schönheit. Er ist mit 330km2 verhältnismäßig klein, erstaunlich aber ist, welch unterschiedliche Lebensräume hier Platz finden. Hinter dem Eingangstor windet sich die Straße durch einen Abschnitt üppigen dschungelähnlichen Grundwasserwaldes, wo Hundertschaften von Pavianen am Straßenrand faulenzen, Diadem Meerkatzen flink durch die uralten Mahagonibäume turnen, zierliche Buschböcke vorsichtig aus dem Schatten treten und seltsam große Wald-Nashornvögel im hohen Blätterdach laut und misstönend rufen. Der Wald öffnet sich in eine Wald- und Graslandschaft bis hin zur Sumpflandschaft um den See selbst. Der Lake Manyara ist ein alkalihaltiger See. Einmalig sind dort die verschiedenen Wasservögel wie Pelikane, Störche, Ibisse, Kormorane. Höhepunkt sind Schwärme von Flamingos, die zu bestimmten Jahreszeiten die Oberfläche des Sees rosa glitzern lassen. Der Park ist berühmt für seine großen Herden von Büffeln und Elefanten. Ansonsten gibt es natürlich Giraffen, Flusspferde, Gnus, Zebras, Warzenschweine und eine Vielzahl kleinerer Tiere. Am frühen Abend treffen Sie in Ihrem Camp ein, das hoch oben auf dem Great Rift Valley liegt.
LAKE MANYARA NATIONAL PARK
Unterkunft: Kirurumu Manyara Lodge
(216€ DZ pro Nacht Vollp. + 35€ p.Per. Parkgebühr)

 

Heute ist der 3. Tag, eigentlich wollten wir die ersten sein zum Frühstück um 7 Uhr. Wir sind tatsächlich schon von selbst um 5.30h aufgewacht und haben den wunderschönen Sonnenaufgang um 6h genossen. Aber alle anderen Gäste auch, alle waren wach und haben schon mit den Hufen gescharrt, um mit dem Frühstück starten zu können. Frühstück war sensationell, riesengrosse Auswahl afrikanischer Früchte, englischer Frühstücksvarianten wie Porridge, Würsten, Bohnen, Speck, usw., und ein Koch, der auf Wunsch jede Art von Ei zubereitet. Ein besonderes Highlight war ein Affe, der sich blitzschnell und gezielt an den Bananen des Buffets selbstbedient hat, eine in den Mund, eine in die Hand und weg, so schnell war die Kamera leider noch nicht wach. Kugelrund waren wir dann um 7.30h auf dem Weg, nochmal im Tarangire Nationalpark, wir hatten noch eine Verabredung mit den verschwundenen Elefanten von gestern.

Nach ca. 1h Stunde Fahrt und Suche konnten wir uns vor Elefanten plötzlich kaum noch retten, große Gruppen mit vielen Jungtieren, die bis zu 2m ans Auto kamen und unbeirrt weiter fraßen, das ging über eine Stunde und wir konnten nicht aufhören immer mehr Fotos zu schiessen, die Nähe zu spüren war unbeschreiblich, irgendwie hat jeder jeden beobachtet, aber alles war wie eine Einheit.

Langsam lief uns die Zeit weg, denn wir dürfen uns für den gezahlten Eintritt nur genau 24h im Park aufhalten. Aber immer wieder kamen neue Elefantengruppen zu uns, kreuzten die Strasse vor uns, dann irgendwann eine einzelne Elefantendame am Straßenrand, die sich merkwürdig verhielt, sich in ein Wasserloch fallen ließ, minutenlang liegen blieb, völlig unüblich für Elefanten, schließlich kam Julius darauf, dass sie kurz vor der Geburt ihres Kindes sei.

Wir verharrten bestimmt eine Stunde, aber leider mussten wir irgendwann dann los, um den Park rechtzeitig verlassen zu können. Trotzdem kam es zwangsweise noch zu einem längeren Zwischenstop als eine Herde Büffel (ca. 100) gemächlich direkt vor uns die Strasse überquerte. 3 min vor Ende der 24h kamen wir am Gate an....das Wetter war bisher sensationell, und dann auf dem Weg Richtung Lake Manyara, wurden wir ca. 1,5h von einem Regenguss begleitet, der gewaltig war, Weltuntergang. Dann war wieder alles vorbei und die Sonne kam wieder raus. Wir sind auf dem Weg zu Barikis Mutter und Familie,

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die uns zum Essen einladen. Essen ist gut gesagt, es war ein Buffet mit ca. 15 verschiedenen Gerichten nur für uns, alles in einer wunderschön gelegenen Bananenplantage kurz vor dem Lake Manyara Nationalpark. Und viele Affen fühlen sich scheinbar auch eingeladen, sie versuchen immer wieder, Essen zu klauen oder an unsere Rucksäcke ran zu kommen und bringen uns mit ihrer Art zum Lachen. Danach ging es direkt weiter zum Lake Manyara National Park, der nicht sehr groß ist und in dem wir uns 2h aufhielten, leider aber nicht viel gesehen haben, von dort direkt in unsere Tented Camp Lodge, Kirurumu Lodge, wunderschön, oben ein Zelt mit Terrasse, das auf ein Steinhaus gebaut war. Um die Lodge zu erreichen, fährt man 6km, in Deutschland würde man sagen über einen Acker, um dann mit einem sensationellen Ausblick über den See belohnt zu werden. Das wars erstmal für heute, wenn wir wieder Internet haben, versuchen wir mehr zu berichten.

 

Tag 4 (09.12.2013):
Mto-wa-Mbu – Serengeti National Park
Nach einem leckeren Frühstück in der Lodge und einem mit einem tollen Blick auf den Lake Manyara, starten Sie zu der langen Reise in die Serengeti. Dafür passieren Sie das Great Rift Valley, das Ngorongoro Schutzgebiet und den berühmten Ngorongoro Krater. Sie werden einen kurzen Halt am Prof. Grzimek Memorial machen und einen Blick in den Ngorongoro Krater werfen können, der als 8. Weltwunder bezeichnet wird. Optional können Sie noch ein Maasai Dorf besuchen und vieles über das Leben der Maasai erfahren. Sie können mit den Maasai tanzen, ihre Engkangs (Hütten) besuchen und sie werden die Schule sehen, die die Maasai Kinder besuchen. Das Mittagessen haben Sie als Lunch Pakete dabei und werden es am Naabi Gate einnehmen. Das Naabi Gate ist der Übergang vom Ngorongoro Schutzgebiet und dem Serengeti National Park. Serengeti bedeutet auf Kiswahili „das endlose Land“. Dieser Eindruck wird Ihnen bereits vermittelt, wenn Sie am Naabi Gate auf die Steinfelsen laufen und einen atemberaubenden Blick auf die sich vor Ihnen erstreckende Serengeti genießen. Auf dem weiteren Weg zu Ihrem Camp machen Sie Pirschfahrten und treffen pünktlich zum Abendessen und zur
Übernachtung dort ein.
SERENGETI NATIONAL PARK
Unterkunft: Mbuzi Mawe Zelt Camp

(347 € DZ pro Nacht)



4. Tag- Mbuzi MaweSerengeti
National Park
Heute waren wir die ersten beim Frühstück, wieder ein besonderes, es ging
gegen 8h weiter Richtung Serengeti über den Ngorongoro Krater.

Bis zum Ngorongoro Krater hatten wir eine super ausgebaute Strasse und
waren eigentlich allein unterwegs. An der Mautstelle Ngorongoro Krater
kostet das Passieren des Kraters 50 $ pro Tourist, 1 $ für den Guide
und 12 $ für den Jeep. Der Krater liegt am Rift Valey und jetzt ging es
erst mal eine Stunde bergauf auf einer kurvenreichen Sandpiste durch einen
dschungelähnliche Landschaft. Wir sind froh, dass wir einen wirklich
guten und erfahrenen Guide haben, der bisher alles, wirklich alles unter
Kontrolle hat.



 Oben angekommem wurden wir mit einem einzigartigen Ausblick
über die weltgrößte (8. Weltwunder) Caldeira belohnt. Der Blick in den
sonnendurchfluteten Krater fesselte uns minutenlang. Von jetzt ab stehen überall, wo es
Anlass gibt, das Auto zu verlassen, bewaffnete Wächter. Denn wir haben
den Bereich erreicht, wo jederzeit mit Besuch von Tieren zu rechnen ist .

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Vorbei kamen wir auch am Denkmal für Bernhard Grzimek und seinem Sohn, die
sich sehr für Tansania und die Erhaltung der Tierwelt eingesetzt haben. Ohne sie wäre das Verständnis für die Tiere wie es heute ist in Tansania nicht entstanden, sie haben maßgeblich dafür gesorgt, dass die Tiere nicht abgeschossen werden dürfen, das war früher das eigentliche Verständnis einer Safari. Heute "schießt" man nur Fotos. Zum Glück.
Vom Kraterrand geht es über eine sehr beschauliche Hochebene, mit dort lebenden Massai (heben sich in ihrer blau, rot und lila Kleidung deutlich von der hier noch sehr grünen Landschaft ab). Nach einer weiteren
Stunde Fahrt, die uns wie Minuten vor kam, machten wir an einen Massai Dorf einen Stop




(wir haben lange überlegt ob wir gegen ein Obulus von 15$ pro
Person einige Zeit mit den Massai verbringen, weil uns das so kommerziell vorkam).
Andererseits haben wir aber auch einges erfahren über die Lebensweise und die Bräuche. Und wunderschöne Fotoskamen dabei auch raus.




Das Ganze war eigentlich sehr einvernehmlich, bis wir genötigt wurden, selbst hergestellte Schmuckstücke zu sehr überhöhten Preisen zu kaufen. Danach ging die Fahrt weiter Richtung Serengeti, eine anstrengende Fahrt über huckelige "Strassen" bis zum Gate der Serengeti, wo der Eintritt bezahlt wurde (60 $ p.P. und Tag),
direkt danach eröffnet sich die Serengeti mit einer unfassbaren Unendlichkeit, die man von Deutschland nicht kennt, unendliche Weiten, wir fragen uns spontan, wie wir in solchen Weiten und Größen überhaupt auch
nur ein Tier treffen sollen. Aber wir wurden eines Besseren belehrt, nach ca. 1h trafen wir auf 2 Geparden, die gerade ihre Beute verspeisten und uns eine Show geliefert haben, anschliessendem Räckeln



und Putzen, ca. 30m von uns entfernt. Nicht viel später trafen wir auf einen
Leoparden, der auf der Jagd war. Er schien eine ganze Weile den gleichen
Weg zu haben wie wir. Einige Zeit später wurden wir dann mit einer
Vielfalt der Tierwelt überschüttet, Zebras, Giraffen, Gnus, Gazellen,
Büffel, einer sogar, der unbeirrt an der Strasse frass und quasi zum
Anfassen war. Inzwischen regent es immer mehr, der Himmel ist dunkelgrau
und es ist schon fast 18h, und auf dem Weg in die Lodge, später mehr....




Diese Lodge ist Luxus, die Zelte sind riesig, es gibt alles, sogar Bademäntel. Das alles wäre was zum Wohlfühlen, wenn man Zeit hätte, das auszukosten. Aber dafür sind wir ja auch nicht gekommen, fast schon dekadent. Die Paviane heißen uns vor dem Zelt willkommen, es bleibt nach der relativ späten Ankunft leider nicht mehr viel Zeit bis zum Abendessen. Und das braucht Zeit, da es mehrgängig ist, man kann aus verschiedenen Vorspeisen, Suppen, Hauptgerichten und Desserts auswählen und jeder Tisch hat seinen eigenen Ober für sich alleine.
Wir sind mitten im Busch, mitten in der Serengeti und sitzen an einem perfekt gedeckten Tisch, mit strahlend weißer Tischdecke, einer Batterie von Besteck und Gläsern. Es ist kaum zu glauben.
Aber nicht nur wir sitzen hier, sondern auch eine Million geflügelter Terminen. Wenigstens haben sie in dieser Lodge ihre Kumpels, die 10cm Käfer nicht im Schlepptau. Sie sind überall, auf auf dem Tisch und man muss aufpassen, was man ißt.


Tag 5 (10.12.2013):
Serengeti National Park
Nach einem tollen Frühstück steht Ihnen der heutige Tag voll und ganz für unvergessliche
Pirschfahrten in der Serengeti zur Verfügung. Sie werden einen Teil der „großen 5“ sehen
(Löwe, Nashorn, Elefant, Wasserbüffel und Leopard). Das Nashorn ist in der Serengeti sehr
selten zu sehen, dafür besteht die Chance im Ngorongoro Krater. Das Mittagessen haben Sie
als Lunch Pakete dabei. Zu Ihrer Reisezeit ist die Migration der großen Gnu – und Zebraherden auf dem Weg zurück nach Tansania. In der Regel kehren die Tiere direkt in die südlichen Ebenen der Serengeti und in das Ngorongoro Schutzgebiet zurück. Meistens leiten die Burchell Zebras den Zug an, kürzen das hochgewachsene Gras und machen es dadurch den nachfolgenden Gnus mit ihren hängenden Köpfen leichter, das Gras zu fressen. Die Thomson- und Grant Gazellen profitieren davon als begleitende Tiere der Prozession. Raubtiere wie Löwen, Leoparden, Hyänen, Schakale und Geparden verfolgen den Zug.
Die herausragende Bedeutung der Serengeti wurde gegen Ende der 50er Jahre von Bernhard und seinem Sohn Michael Grzimek in dem Film „Die Serengeti darf nicht sterben“ dokumentiert. 1959 wurde der Film als beste Dokumentation mit dem Oscar ausgezeichnet. Die Serengeti wurde 1981 als UNESCO-Weltnaturerbe eingestuft. Am Abend kehren Sie in Ihr Camp zurück.
Unterkunft: siehe Tag 4,  Mbuzi Mawe Camp


 


Unser 5. Tag- begann bereits um 6h mit Frühstuüks- und Lunchboxen, und los der Migration entgegen... hoffentlich....es regnet, die Strasse steht unter Wasser, weil da plötzlich ein Fluss explodiert

ist und Julius musste zeigen, was er drauf hat und hat uns sicher durch das Wasser gefahren (Fotos folgen), als wir dann die Augen wieder öffnen konnten, haben wir trotzdem erstmal stundenlang so gut wie nix gesehen.

Dann plötzlich  ein Gepard 10m von uns entfernt am Strassenrand auf der Lauer, oder zum Posen, so klar war das nicht. Wir konnten ihn lange beobachten und fotografieren, sehr eindrucksvoll. Nicht er verlor die Geduld, sondern wir, denn wir mussten weiter. Wir suchten in verschiedenen Richtungen der Serengeti,
aber mehr als die Vorhut konnten wir nicht entdecken (Vorhut heisst Hunderte von grasenden Gnus, die in eine Richtung ziehen), nach Rücksprache mit entgegen kommenden Guides entschlossen wir uns für heute die Suche aufzugeben und uns den in unserer Sammlung noch fehlenden Löwen zuzuwenden.


Die nächsten 4 h haben wir aber erstmal damit zugebracht nichts anderes als Landschaft zu sehen und von Löwen zu träumen. Unterbrochen wurde der Traum kurz von ein paar Hippos, die in ihren Fluss leicht zu finden waren. Plötzlich dann doch das Glück, mind. 15 Löwen auf und vor Felsen, schlafend, in der Sonne, fast zum Greifen nah und nahmen keinerlei Notiz von uns, ausser ein leichtes Kopfheben und ab und zu Position wechseln

weil eine Seite in der Sonne zu warm wurde, passierte nichts, ausser dass immer mehr Jeeps dazu kamen. Also entschlossen wir uns nach ca. 1h erstmal weiter zu fahren, Mittag zu essen im Jeep und dann nochmal zu schauen, ob sie immer noch im Traumland sind. Das Wetter inzwischen wieder regenrischer, die Katzen, wie wir jetzt sehen konnten auch mit Babies inzwischen wach und am Spielen im Gras,

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der Löwenmann daneben trug die Verantwortung und schlief. Wir konnten uns nicht losreißen, denn hier zuzuschauen, erinnert an der Spiel von Hauskatzen und alles sieht so harmlos aus. Danach machten wir uns auf den Weg zurück, um in der Lodge festzustellen, dass wir heute die einzigen Gäste sind und alle nur für uns da, herrlich so umsorgt zu werden. Alles für uns alleine, ein Shop, und bestimmt 10-15 Mitarbeiter mitten im Herzen Afrikas. Und 2 Büffel kamen rechtzeitig zum Dinner auch noch vorbei auf das Lodgegelände (kein Scherz) und untermalten lauthals das Essen. Hier gibt es keine Zäune, nur Wachleute. Hoffentlich wachen wir morgen früh noch auf. Voraussichtlich heute erstmal das letzte Mal gutes Internet...

 


Tag 6 (11.12.2013):
Serengeti National Park – Ndutu Gebiet
Nach dem Frühstück verlassen Sie pirschend die Serengeti und fahren in das Ndutu Gebiet. Das Gebiet um Ndutu ist der Übergang zwischen Ngorongoro Schutzgebiet und der Serengeti. An der nordwestlichen Grenze können Sie die unglaubliche Wanderung der Gnu Herden sehen. Meistens leiten die Burchell Zebras den Zug an, kürzen das hochgewachsene Gras und machen es dadurch den nachfolgenden Gnus mit ihren hängenden Köpfen leichter, das Gras zu fressen. Die Thomson- und Grant Gazellen profitieren davon als begleitende Tiere der Prozession. Raubtiere wie Löwen, Leoparden, Hyänen, Schakale und Geparden verfolgen den Zug. Das Mittagessen haben Sie als Lunch Pakete mit dabei. Am frühen Abend treffen Sie in Ihrer Lodge zum Abendessen und zur Übernachtung ein.
Unterkunft: Ndutu Safari Lodge
 (350 € DZ pro Nacht Vollp.)


Tag 6 - unsere Rückfahrt aus der Serengeti Richtung Ndutu. Der Tag fängt mal relativ normal und nicht ganz so früh an, Frühstück um 7h. Naja, bevor wir das Zelt verlassen haben, gab es vor und auf dem Zelt ein Riesentheater von Pavianen, die sind um irgendwas gestritten haben, es war laut und es ist ein komisches Gefühl, wenn so ein grosses Tier über das Zelt rennt. Aber fast gleichzeitig kam ein Wächter angerannt und hat die Affen verjagt, zumindest kurzfristig. Das Frühstück hatte tatsächlich eine eigene Karte mit verschiedenen Gängen, um diese Uhrzeit echt schwierig zu entscheiden. War noch zu früh, solche langen Liste zu lesen und dann zu entscheiden, auch die Dauer so eines Frühstücks ist dann langwierig. Da wir ja immer noch die einzigen Gäste waren, war der Abschied entsprechend, jeder hat sich verabschiedet und gewunken. Sogar die Affen sassen beim Jeep. Dann ging es jetzt direkt vom Hotel bis zum Serengetiausgang und das waren 6h durch Gnus, Gnus, Gnus, Zebras, Gazellen, jetzt ist die Migration angekommen, tausende von Tieren, überall. Und jetzt ist uns klar, warum Gnus Gnus heissen, wenn hunderte von Gnus losblöken, hört man tatsächlich "gnu, gnu, gnu..." es ging Richtung zentrale Serengeti, zum Hippopool,

in dem auch ein großes Krokodil lag und sehr viele Hippos, hier liegen jede Menge tote Gnus in Hippobecken, die wohl die Überquerung des Wassers auf ihrer langen Reise nicht geschafft haben, ein sehr trauriger Anblick. 6h später waren wir am Gate der Serengeti, durch das wir auch vorgestern reingefahren sind, eine schnurgerade Strasse, kilometerlang durch den letzten Teil, endlos, wie auch das Wort Serengeti der Massai übersetzt endlose Weite heisst, an dieser Stelle sehr passend und genau hier hat uns ein Regen lange Zeit erwischt, der sich gewaschen hat. Bald stand so gut wie die ganze Strasse unter Wasser. Richtung Ngorongoro Krater wäre es weiter geradeaus gegangen, wir biegen links ab Richtung nächsten Lodge in Ndutu, eigentlich gedacht, hier einen Zwischenstop einzulegen, weil wir die Migration hier erwartet haben bei der Buchung. Aber hier ist nicht ein einziges Tier, nur Wasser, aber davon ohne Ende. Was wir vorher schon viel empfunden haben, war hier eine Sintflut, der Jeep kann mit Allrad nur "schwimmen", ähnlich wie auf Eis, riesige Flächen stehen komplett unter Wasser.

Angekommen in Ndutu im strömenden Regen, kleine Lodge am See gelegen, um 15h, es gibt hier tagsüber keinen Strom, unsere ersten Stunden Pause überhaupt mit Nichts tun und wir können damit nicht mehr umgehen....aber Erholung tat mal ganz gut.




Heute wurde wieder deutlich sichbar, wie gut und wichtig es ist wenn man pannenfreien Traumurlaub hier zu verleben, eine gute Organisation und vorallem einen guten Guide zu haben. Wir haben Unfälle wahrgenommen, Guides, die im Auto schlafen, während die Leute Löwen fotografieren, völliges Desinteresse der Fahrer. Eine Safari steht und fällt mit einem engagierten und wissenden Guide. Wir konnten auch Touristen wahrnehmen, die keinen Spaß hatten, oder sich nicht benehmen konnten bei den Tieren laut geredet und gelacht haben von Jeep zu Jeep gerufen haben. Wie oben schon beschrieben, haben wir uns sehr lange damit beschäftigt, mit wem wir die Safari machen und unsere Entscheidung, Mamuya die Planung, Ausführung und Umsetzung unserer Wünsche zu überlassen, hat sich wirklich als goldrichtig entpuppt. Das war uns sehr schnell klar, aber jetzt, einen Tag vor Ende, ist das das überdeutlich. Auch eine Topentscheidung war, dass wir die Safari nur zu zweit mit Guide gemacht haben, denn wir waren völlig frei in den Entscheidungen, was, wie, wohin, wie lange. Und der Aufpreis dafür ist im Vergleich zum Gesamtpreis sehr niedrig, 200 oder 300 $. Der Mehrwert an Urlaub ist unbeschreiblich, wenn man sich mal die Leute ansieht, die sich teilweise sehr egoistisch in den Autos verhalten.




Wir fragen uns, was das für grosse Fußabdrücke (2 dicke Zehen/Klauen vorne, rund hinten) da sind vor den Cottages hier und hoffen, die Besitzer der Abdrücke kommen heute Nacht nicht wieder vorbei...um 23h (Strom ist nur zw. 18h und 23h und morgens von 5h bis 13h dadurch Generator da) ist nämlich auch der Strom wieder weg
:-O. Die Lodge ist gut besucht, vermutlich günstiger als direkt ein Hotel am Ngorongoro Krater, der von hier 1,5 h entfernt ist. Es gibt kein Wifi, nur kurz Internet über einen Computer an der Rezeption und nach dem Essen ist die Chance schon wieder vorbei, vorher prügeln sich die Gäste fast darum. Etwas anstrengend, hat ein bisschen was von Schullandheim. So viele Menschen sind wir gar nicht mehr gewöhnt, überall reden Leute durcheinander und übertrumpfen sich mit der Erzählung ihrer Tageserlebnisse, wir essen ein für die einfache Lodge erstaunlich ausgefallendes gutes 4 Gänge Menü und ziehen uns schnell zurück. Ein Gutes hat die Lage, es ist relativ hoch gelegen und kühl (auch wenn es viele unbelehrbare überall gibt, die zwar khakifarbene Kleidung tragen, aber kurze Hosen und Flipflops) hier gibt es keine Moskitos und auch mal keine Tsetsefliegen, und kein Moskitonetz, ein komisches Gefühl. Morgen gehts tatsächlich endlich zum 8. Weltwunder. Das bedeutet aber leider auch unseren letzten Safaritag.
 






Tag 7 (12.12.2013):
Ndutu Gebiet - Ngorongoro Krater
Nach dem Frühstück verlassen Sie Ndutu und machen sich auf zum Ngorongoro Krater. Vor mehreren Millionen Jahren erhob sich ein Vulkan von der Höhe des Mount Kilimanjaro an dieser Stelle. Durch tektonische Bewegungen des Grabenbruches stürzte der Kegel in sich zusammen, und hinterließ eine fantastische Kaldera, der heutige Ngorongoro Krater. Der Kraterboden liegt auf etwa 1700 Meter über NN und die Seitenwände sind zwischen 400 und 600 Meter hoch, sodass die Kraterkante auf etwa 2300 Meter liegt. Der Durchmesser des Kraters beträgt zwischen 17 und 21 Kilometer. Das Gebiet wird heute als das 8. Weltwunder betrachtet. Der Krater und das Ngorongoro Schutzgebiet umfassen eine Fläche von insgesamt 8300km2. Üppige Weidegründe und das stets vorhandene Grundwasser ernähren bis zu 30.000 Tiere gleichzeitig. Aufgrund der guten Bedingungen gibt es kaum Migration der Tiere. Vorwiegend Grasfresser leben auf dem Kraterboden wie Gnus, Eland Antilopen, Kongoni (Kuhantilopen), Zebras, Gazellen, Büffel und Warzenschweine. Es gibt aber auch Löwen, Gebharde und Hyänen. Mit sehr viel Glück können Sie eines der sehr seltenen Nashörner sehen. In den Mooren und Wäldern haben Flusspferde, Elefanten, Paviane, Wasserböcke, Riedböcke und Buschböcke und grüne Meerkatzen ihr zu Hause. Das Mittagessen nehmt Ihr auf dem Kraterboden in der Nähe des Hippo Sees ein. Abends treffen Sie in Ihrer Lodge zum Abendessen und zur Übernachtung ein. Die Lodge liegt hoch oben auf der Kraterkante. NGORONGORO KRATER Unterkunft: Ngorongoro Sopa Lodge
(430 € DZ pro Nacht Vollp.)



Unser 7.Tag- startet wieder mit der gleichen Wasserschlacht zurück von der Lodge, wir fliegen im Jeep hin und her, und fahren an einigen feststeckenden LKWs vorbei, zum Glück sind wir hin und zurück gut durchgekommen, der Jeep ist inzwischen nicht mehr beige, sondern braun. Inzwischen sind wir schlauer, die grossen Fußabdrücke, die wir gestern gesehen haben, sind von einer Giraffe. Die hätte gerne zurück kommen können. Leider hat sie das nicht getan. Die Reise geht jetzt zur letzten Station, dem Eingang des Ngorongoro Kraters, die Spannung ist riesig, wir haben so viel gelesen vorher. Erstmal geht es wackelig und ziemlich steil bergab, dann sind wir unten, es ist jetzt ca. 9.30h, wir haben 2h Fahrtzeit von der Lodge in Ndutu hinter uns, die Landschaft hat sich inzwischen von extrem flach zu hügelig und bewaldeter verändert und ist beeindruckend schön. Der Krater unten liegt in Sonne, es ist wie eine Märchenlandschaft, fast ein bisschen wie aus Herr der Ringe. Nur unsere Erwartungen, auf Mio. von Tieren zu treffen trifft nicht zu. Wir haben wohl auch zu große Erwartungen gehabt nach den vielen vielen Tieren, die wir in den letzten Tagen gesehen haben. Wenn man die Safari mit dem Krater starten würde, dann würden einen die 7 Zebras, vereinzelte Gazellen und der weit entfernte einzelne Elefant sicher umhauen, aber wir sind, man darf es fast nicht sagen, inzwischen mehr gewöhnt. Wir fahren von 9.30h bis 14h kreuz und quer durch den Krater um endlich unser einziges noch fehlendes Tier zu finden, um die Big 5 komplett zu haben, das Nashorn. Hier sollen ca. 40 leben. Wir sehen insgesamt leider nur 3 extrem weit entfernte Nashornpunkte, nix zu machen, man darf die Wege nicht verlassen und die Nashörner lassen sich nicht überreden näher zu kommen.

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Es ist ganz schön was los im Krater, sehr viele Jeeps, wie auch schon in der Serengeti, die anderen Parks waren leerer. Um 14h sind wir von den letzten langen und ereignisreichen Tagen so kaputt, dass wir zurück fahren. Zum Glück, wie sich später herausstellen sollte, die Lodge ist der absolute Traum. Erst hat uns abgeschreckt zu lesen, dass sie 200 Betten hat, aber die sind verteilt auf dem Gelände in kleinen Bungalows, mit Traumblick auf den Krater. Die Müdigkeit ist weg, den Blick kann man nicht verschlafen, wir rappeln uns wieder hoch und setzten uns in Liegestühle auf die Terrasse und geniessen den Blick, Affen um uns herum, die so niedlich sind. Einer dieser Affenart ist auch schon als Foto auf der Website ganz oben. Den könnte man glatt in den Koffer packen. Momentan schreiben wir diesen Text auf der Terrasse und freuen uns einfach nur, was für eine wunderschöne Zeit wir hier zusammen erleben dürfen. Voraussichtlich wird das erstmal unser letzter Post sein, morgen fliegen wir nach Sansibar und wir werden dann keinen Laptop mehr haben, Thomas Tablet hat ja am 1. Tag seinen Geist aufgegeben und Mamuya Safaris hat uns in einer Nacht- und Nebelaktion einen Laptop zur Verfügung gestellt. Nochmal vielen Dank dafür!! Viele liebe Grüsse an alle unsere Freunde und Verwandten, die die letzten Tage unsere Reise miterlebt haben, wir denken an Euch! In Gedanken waren wir auch oft bei meiner Mutter, die leider nicht mehr bei uns ist seit letztem Jahr, aber in unseren Herzen hier ganz in der Nähe.


Tag 8 (13.12.2013): Ngorongoro Krater – Arusha – Sansibar
Nach dem Frühstück mit einem tollen und letzten Blick hinunter in den Krater, fahren Sie nach Arusha zurück.
Das Mittagessen nehmen Sie am Flugplatz in Arusha ein. Danach checken Sie in Ihren Flieger nach Sansibar ein.
- Ende der Safari-

Die Safari beinhaltet:
Inklusive: 4/4 Safarijeep mit qualifiziertem Englisch sprechenden Guide alle Unterkünfte während der Safari mit Vollpension
alle Parkeintritte und Concession Fees während der Safari
Unbegrenzte Tageskilometer auf den Pirschfahrten
Unbegrenztes Trinkwasser pro Safaritag
Aktivitäten in Mto-wa-Mbu
Flying Doctors´ Service während der Safari
Nicht inklusive: internationale Flüge
alle Arten von Trinkgeldern, auch für den Fahrer Persönliche Ausgaben wie Visa, Telekommunikation, Reinigung etc. alkoholische und nichtalkoholische Getränke in den Lodges bzw. Camps
Krankenversicherung, Reiseversicherung – die wir dringend empfehlen!

8. Tag – der Weg vom Ngorongoro Krater zum Flughafen Arusha
Die Safari ist zu Ende, leider, wir sind richtig traurig. Wir können es kaum glauben, wie schnell das ging. Jetzt müssen wir weiter nach Sansibar. Wir gestehen uns kleinlaut ein, dass wir beide lieber hier bleiben würden. Aber leider geht unser Rückflug nach Deutschland ab Sansibar, und irgendwie müssen wir dahin. Sansibar wartet auf uns und nach allem Faszinierenden, was wir darüber gelesen und gehört haben wollen wir jetzt plötzlich doch nicht so schnell hin, dann das heißt, das Festland und der Safari den Rücken zu kehren.
Das Frühstück war wie das Abendessen sehr gut. Ein Buffet und wieder jemand, der nur dafür da ist, jedem Gast sein Lieblingsei zuzubereiten.
Wir brechen auf, eine sehr traurige Stimmung und fahren entlang des Kraterrandes, nehmen noch einige wunderschöne Blicke mit, bis es völlig zu zieht und der Krater keine weiteren Einblicke mehr preisgibt. Es kommen uns einige junge Massai entgegen, die ihre Kuhherden zum Weiden bringen. So langsam während der fast 4-stündigen Fahrt Richtung Arusha Airport kommen wir wieder Richtung Zivilisation.
Und wollen nicht.




Text


Am Flughafen gibt es ein freudiges Wiedersehen mit Daniela und Bariki, die uns verabschieden wollen und neugierig auf unsere Eindrücke sind. Sie haben jeden Tag unsere Einträge gelesen, aber das sind ja nur Bruchteile von allem. Leider haben wir nicht viel Zeit bis das Flugzeug von Precision Air Richtung Sansibar abhebt…. dachten wir….
Nachdem wir zusammen etwas getrunken haben, den Laptop nach der Reise Gott sei Dank wohlbehalten zurückgeben konnten, den chaotischen Sicherheitscheck hinter uns hatten (wen interessieren schon Flüssigkeiten im Handgepäck?), saßen wir, durch einen Maschendrahtzaun getrennt in Extrabereich. Daniela und Bariki direkt dahinter, wir konnten also weiter reden. Dann landete unsere Maschine, die uns weiter nach Sansibar bringen sollte, aber irgendwas stimmte nicht. Sie blieb zu früh stehen, noch halb auf der Landebahn. Leute stiegen aus, immer mehr Angestellte des Flughafens liefen hin und diskutieren ewig. Fazit: Reifen kaputt und es gibt keinen Ersatz.
Nur noch die kleinen Maschinen konnten starten, in dem sie die jetzt verkürzte Landebahn nutzten. Es ging das Gerücht um, alle Passagiere mit dem Bus durch das Verkehrschaos von Arusha zum Kilimanjaro Airport zu bringen und dann von dort aus weiter mit einer anderen Maschine nach Sansibar. Bariki versucht unterdessen, uns auf das nächste Flugzeug nach Sansibar, zwei Stunden später zu buchen. Aber währenddessen werden unsere Koffer bereits für den Bustransfer gesammelt und weggefahren. Ein mulmiges Gefühl kommt auf. Wenn wir es wirklich schaffen, umgebucht zu werden, dann werden unsere Koffern einen anderen Weg nehmen, nämlich per Bus und dann mit einem anderen Flugzeug. Thomas findet das nicht schlimm, ich sehe mich gerade die nächsten 3 Tage in jetzt schon verschwitzten Klamotten und die Badartikel. Die Wartezeit wird immer länger, sie diskutieren immer noch. Und wir…. Wir bekommen Hunger Wirklich blöd, wir sitzen hier fest in einem Maschendrahtkäfig nach dem Sicherheitscheck und hinter uns riecht es verlockend. Kurzentschlossen holt Bariki zwei Portionen und gibt sie uns durch den Sicherheitscheck durch… Afrika. Alle anderen wartenden Passagiere beäugen uns neidisch. Gerade als wir den letzten Bissen runtergeschluckt haben, gehts los zum Bus. Denn jetzt ist klar, es wird hier heute überhaupt kein Flug mehr ankommen und abheben, da das kaputte Flugzeug auf der Landebahn steht und erstmal stehen bleibt. Also macht auch umbuchen keinen Sinn. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als uns in unser Schicksal zu ergeben und 1.5h Fahrtzeit zum Kilimanjaro Airport auf uns zu nehmen. Wir werden auf 2 Busse verteilt. Es ist heiß und stickig und wir stehen ewig, bis es los geht. Denn alle Koffer müssen auf dem Dach transportiert werden Dazu müssen sie erstmal rauf. Unsere beiden Koffer lächeln uns an von Dach des anderen Busses an, ganz vorne und schreien danach, die ersten zu sein, die bei einer Vollbremsung unten sind. Aber alles wird zum Schluss noch mit einer Plane abgedeckt und fest gezurrt. Wir atmen wieder auf.
Los geht, quer durch Arusha¸ das immerhin 1 Mio. Einwohner hat. Der Verkehr ist zum Glück nicht so schlimm wie bei unserer Ankunft, wir kommen relativ gut voran. Leider taucht so langsam das nächste Problem auf, wir haben nur ein kleine Wasserflasche dabei und das auch nur durch Zufall, deen die haben wir vorher durch die Sicherheitskontrolle geschmuggelt.
Irgendwann nach ca. 1-1.5h kommen wir am Kilianjaro Airport an, wieder warten, aber es gibt ein Cafe und wir stürzen uns auf eine kalte Cola. Um 17h, statt wie geplant um 13h geht es los. Leider bleibt uns der immer noch ausstehende Blick auf den Kilimanjaro wieder verwehrt, dort, wo wir ihn vermuten, sind Wolkenberge, leider.
4h später als geplant landen wir in Sansibar, gegen 18h. Als wir uns aus dem vollgestopften Flieger befreien (50 Plätze) und wir die ersten Schritten machen, klebt sofort alle Kleidung am Körper fest. Heiß, feucht, nicht zu vergleichen mit Tansania, wir liefen gegen eine schwül-heiße Wand, 80% Luftfeuchtigkeit und 30°C.
Es war bereits dunkel, die Kontrolle am Flughafen wurde nicht wirklich ernst genommen. Unsere Impfpässe, die wir von Abflug wie blöd noch in den Koffern gesucht haben, wollte tatsächlich keiner sehen. Eigentlich ist hier die Kontrolle, ob man die Gelbfieberimpfung hat. Wenn nicht, darf man nicht einreisen. Theoretisch…
Wenn man aus dem Flughafengebäude tritt wird man im wahrsten Sinne des Wortes überfallen von Gepäckträgern, die sich nicht abweisen lassen, auch wenn man mehrfach beteuert, dass man bereits eine Verabredung hat und abgeholt wird. Irgendwann wurden wir erlöst und zu unseren Mietwagen gebracht, gebucht über „African Escapes“, dem Partner von Mamuya Safaris in Sansibar. Hier scheint es nicht so üblich zu sein, dass sich Touristen selbst ein Auto nehmen Warum?


Das sollten wir ganz schnell selber feststellen. KC, die vor ihrer Agentur „African Escapes“ in Stonetown auf uns wartet, komplett und sehr elegant eingekleidet für das Freitagsgebet der Moslems. Sansibar ist im Vergleich zu Tansania fast komplett muslimisch. Sie gibt uns die internationale Fahrerlaubnis und das Auto. Es kostet für 3 Tage 240$, die Fahrerlaubnis 10$. Es ist ein Jeep, nicht mehr ganz neu, aber für afrikanische Verhältnisse top. Im Dunkeln versuchen wir festzustellen, ob der Wagen irgendwelche Mängel hat, gleichzeitig erklärt KC alles, wir sind etwas überfordert und müde. Und so langsam dämmert uns:
Es ist dunkel.. wir sind mitten in Stonetown und hier ist die Hölle los…wir haben kein Navi….die Leute fahren wie die Henker, so schlimm, wie wir es noch in keinem anderen Land erlebt haben….wir müssen links fahren….und dann der erste Blick IN das Auto und der nächste Schock: es ist ein Automatik. Also gibt’s erstmal Fahrunterricht von KC, die auch gleich mitfährt zur nächsten Tankstelle und uns dann in die richtige Richtung auf den 50km Weg zum Hotel, das auf der anderen Inselseite an der Ostküste in der Nähe von Jambiani liegt, bringt.

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Bis wir Stonetown und seine Ausläufer hinter uns gelassen haben vergeht eine sehr lange und anstrengende Zeit. Ähnlich wie in diesen Computerspielen, in denen man ein Autorennen fährt und man ständig entgegen kommenden Sachen ausweichen muss, während man gleichzeitig überholt wird. Nach gefühlten 5 Tagen erreichen wir das Hotel, in Wirklichkeit nach ca. 1h. Etwas schwer zu finden, vor Jambiani am Straßenrand stehen viele Schilder für verschieden Hotels, man muss sehr langsam fahren, um es nicht zu übersehen, dann geht es über eine Schotterpiste Richtung Strand.


Es ist ein Strandhotel mit 30 Bungalows, alles sehr einfach, aber für drei Tage ok. Nur, wo ist die Rezeption? In welche Richtung müssen wir? Irgendwann werden wir gefunden mit freundlichem „Jambo“ begrüßt. Die Rezepetion, Bar und Restaurant sind direkt am Strand. Jetzt, um 20.30h ist der Koch schon weg und wir haben noch nichts gegessen. Hier gibt es im Restaurant eine Tafel, die vor dem Mittag- und Abendessen jeweils mit Kreide mit den Gerichten beschriftet wird, die es geben wird. Dann muss man sagen, ob man isst und was. Also schlecht, wenn man erst um 20.30h reinschneit. Aber tatsächlich bekommen wir noch ein improvisiertes Essen gekocht.
Es scheinen nicht viele Gäste da zu sein. Müde fallen wir ins Bett unters Moskitonetz. Der Bungalow hat statt Fensterscheiben ein Gitter und ein Mückennetz und Vorhänge. Es ist extrem windig, die Vorhänge schlagen an die Wände und von außen schabt laut eine Palme mit ihren Wedeln an die Wand. Wir denken noch: keine Fensterscheiben? Keine Decke, nur ein Betttuch?
Unter dem Moskitonetz ist es unerträglich heiß, an Schlaf ist nicht zu denken, aber wir trauen uns auch nicht, ohne Netz zu schlafen.

Sansibar


Jetzt sehen wir Sansibar das ersten Mal im Hellen: ein weißer Strand direkt vor unserer Tür, türkises Wasser, Palmen, Hängematten. Nach einen Frühstück mit Blick aufs Wasser wagen wir das Abenteuer wieder zurück zu fahren nach Stonetown und sehen auch die Strecke das erste Mal bei Tageslicht. Es ist sehr ursprünglich und überhaupt nicht touristisch, eigentlich sehen wir außer uns keine Weißen. Der Verkehr ist nach wie vor tödlich. Wir suchen wie schon gestern Abend verzweifelt nach Schildern, die uns zum Hafen führen können, aber es ist nicht eins zu finden. Wir möchten mit dem Bott auf die Insel Prison Island, um die dort lebenden Riesenschildkröten zu besuchen. Und wir verfahren uns total auf dem Weg. Wir versuchen, nach Karte zu fahren, es klappt nicht, wir versuchen unterwegs Leute nach dem Weg zu fragen, auch Polizisten, aber hier ist alles anders als in Tansania, fast keiner spricht englisch, oder nicht genug, viele scheinen noch nie eine Landkarte gesehen zu haben. Irgendwann landen wir am Hafen, parken, fragen uns, ob unser Auto nachher noch auf uns warten wird und wenn ja, in welcher Verfassung. Als wir die Autotüren öffnen, trifft und fast der Schlag, es ist unglaublich warm.

Jetzt müssen wir „nur“ noch KC finden, oder sie uns. In einem Café warten wir auf sie. Sie findet zuerst das Auto , dann uns. Als wir plötzlich gerufen werden und eine modisch gekleidete junge Frau sehen, fragen wir und zuerst, warum sie unsere Namen kennt. Nach 3mal Blinzeln, erkennen wir, dass es KC ist, nur dieses Mal völlig westlich gekleidet. Aber gestern war ja Freitag, der besondere Tag der Moslems, daher die andere Kleidung. Jetzt wieder vor unserem Auto stellen wir fest, dass wir es vorhin direkt vor einer Polizeistation geparkt haben. Gut. KC bringt uns in ihrem Auto an die Stelle, an der wir unseren Guide Ali treffen und das Boot, mit dem wir nach Prison Island fahren werden. Dieser Ausflug kostet uns 80$, aber wir sind alleine mit dem Guide und können ab jetzt das Programm bestimmen. Es ist ein kleines, altes Holzboot mit Motor.

Die Überfahrt dauert ca. 30-40 min. und ist sehr schön, hinter uns wird Sansibar immer kleiner und eine kleine Insel taucht vor uns auf. Dann kommen wir auf der Insel an. Auf Prison Island wurde früher ein Gefängnis gebaut, was aber nie in Betrieb genommen wurde, heute existiert nur noch der Name. Jetzt leben hier unendlich viele Riesenschildkröten, die als Geschenk von den Seychellen kamen und ursprünglich auf Sansibar lebten bis die Bewohner entdeckten, dass man sie auch verspeisen kann. Zum Schutz der Tiere wurden sie nach Prison Island gebracht und unter Schutz gestellt. Die älteste Schildkröte, die wir gesehen haben, war 152 Jahre, in blauen Zahlen ist das Alter auf den Panzern der Tiere zu lesen. Sie können ein Alter von 300 Jahren erreichen. Bevor wir losgehen, macht uns Ali darauf aufmerksam hier wirklich konsequent auch tagsüber einen Mückenschutz zu verwenden, da durch die Tümpel bei dem Schildkröte dort Moskitos sehr aktiv sind, auch bei Tag. Jetzt schauen wir wirklich genauer um uns und wirklich fliegen einige Moskitos durch die Gegend.  Und wird mulmig, so haben wir die Moskitos noch nicht erlebt, hoffentlich reicht der Schutz.

Ali gibt uns Spinatpflanzen, die wir an die Schildkröten verfüttern können, wir können direkt in die Gehege gehen, die Zäune sind nur kniehoch. Wir können es nicht fassen, wie viele es sind, wie groß sie sind, wie zutraulich und vor allem wie verfressen. Man muss sehr auf seinen Finger aufpassen dabei, denn es geht sehr schnell und das Futter ist weg. Wir machen gefühlte 1 Million Fotos, treten in mehrere Riesenhaufen, klar, große Schildkröte, großer Haufen. Wir reißen uns irgendwann von den Schildkröten los, fahren zurück und bitten Ali, mit uns eine Runde durch Stonetown zu machen zu Fuß, uns die Märkte und Geschäfte zu zeigen. So hätten wir es ohne ihn nie geschafft, wir wurden nicht ein einziges Mal angesprochen, und die Fotos, die wir machen konnten, wären sonst so nicht möglich gewesen. Wir, die bisher immer alles alleine gemacht haben, ok, bis auf die Tour durch Fes in Marokko, der Souk dort besteht aus 9000 Gassen,

müssen uns eingestehen, dass wir in Sansibar an unser Limit gekommen sind. Alleine unmöglich.  Ali geht auf alle unsere Wünsche ein, wir probieren frisch gepressten Zuckerrohrsaft mit Limetten für umgerechnet 0,20$, essen im Restaurant für 2$ Birijani, ein Reisegericht mit Rindfleisch, kaufen uns kreuz und quer durch die Gewürzläden, laufen durch die Fischhalle, die von Fliegen nur so wimmelt und stinkt wie keine andere Fischhalle zuvor, die wir besucht haben.  Stonetown ist unglaublich beeindruckend, und toppt die marokkanischen Souks nochmal. KC bringt uns zum Auto, das sowohl noch da, als auch ganz war und brachte uns wieder auf die richtige Straße zurück, vor der aus wir wieder zum Hotel finden konnten. Zurück im Hotel stellten wir fest, dass wir uns die Karte von Sansibar auf das Navi unseres kleinen Tablets ziehen können, sofern sie für Tansania verfügbar ist, hätte uns auch früher einfallen können. Es dauert zwar ewig, bis die Karte geladen ist über das klapprige Wifi, aber es klappt.

Den Rest des Tages verbringen wir im Hotel, am Strand und im Café, immer wieder erstaunt, wie extrem warm das Wasser ist, wie eine Badewanne. Hier auf der Ostseite von Sansibar sind die Gezeiten sehr stark, stundenlang ist das Wasser sehr weit weg. Das Essen im Hotel ist gut und nicht teuer. Heute sind schon etwas mehr Gäste da, es geht langsam auf Weihnachten zu. Wir sitzen am Strand und genießen den Abend mit Bacardi Cola und Rotwein. Am Strand selber ist es schwierig, mal alleine und ungestört zu sein, nicht etwa wegen der anderen Gäste, sondern weil man ständig angesprochen wird von Einheimischen, die etwas verkaufen wollen, Muscheln, Massagen und ein junger Mann in Massaitracht und Rastazöpfen (passt so gar nicht zusammen) und pinker Sonnenbrille sucht Anschluss und ist nicht zu vertreiben.Das gleiche Spiel wie gestern Abend beginnt, im Haus ist es wieder unerträglich, an Schlaf kaum zu denken.

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Unser letzter Tag auf Sansibar beginnt sehr früh, schon um 6h fahren wir los ohne Frühstück, wir haben stattdessen Brot und Bananen bekommen zum Mitnehmen. Nach einer 40min Autofahrt in den Süden der Insel nach Kizimkazi. Dort haben wir eine Verabredung mit einem weiteren Ali, um eine Dolphin- und Schnorcheltour zu machen (50$ p.P). Am Hafen ist so früh schon richtig was los, oder besser gesagt, sehr viele Männer sitzen rum und beäugen uns genau, ist ein bisschen wie auf dem Catwalk. Raus aus dem Auto und ins Boot, ca. 20 min die Küste entlang zu den Delfinen. Auch hier hatten wir den Genuss, alleine zu sein, während auf den anderen Booten viele Leute zusammen gepfercht saßen. Ca. 4-5 Boote fuhren mit unserem den Delfinen hinterher. Sobald die Delfine nah genug waren, bis auf wenige Meter vom Boot, kam der Ruf „Jump“, in der Hoffnung, dann auf der richtigen Seite des Bootes zu sitzen, denn sonst ist es zu spät, wenn man nicht schon komplett alles an hat, Flossen, Brille und Schnorchel und auf dem Bootsrand sitzt, ist der Moment vorbei. Also ins Wasser und sofort Kopf nach unten. Beim 2. Mal klappt es, ich sehe nicht weit unter mir ca. 15 Delfine schwimmen,

aber es ist so schnell vorbei, wie es begann. Trotzdem ist dieser kurze Moment magisch. Die Delfine scheinen nicht wirklich das gleiche Interesse zu haben wie die Menschen. Der Gedanke, Schwimmen mit Delfine war ein etwas zu romantischer, macht aber nichts, es war trotzdem was Besonderes. In unserer Vorstellung vorher, war das nicht so hektisch, wie es in Wirklichkeit abläuft, denn wenn man das ein paar Mal gemacht hat und dann wieder versucht, schnell zum Boot zurück zu schwimmen ist man ziemlich fertig. Danach fahren wir zurück zur Küste und schnorcheln, Ali kommt mit ins Wasser und sucht mit nach Fischen. Einmal bin ich mitten in einem Fischschwarm, ein seltsames Gefühl. Nach 3h sind wir wieder zurück an Land und fahren zurück zum Hotel und genießen unseren letzten Tag. Jetzt ist es bedeutend voller hier, es sind einige neue Leute angekommen, so richtig romantisch ist das nicht mehr. So langsam müssen wir unsere Koffer packen, morgen früh um 7h geht’s los Richtung Flughafen.


Es ist völlig chaotisch am Flughafen, obwohl er klein ist, zuerst Gepäckkontrolle, dann Check-In, Ausreisekarte ausfüllen und abgeben und pro Person 48$ zahlen (Service- und Sicherheitsgebühr), ganz schön happig, dann Passkontrolle, erneut mit Fotos und Fingerabdrücken, Sicherheitscheck und dann warten. Dann kommt die Maschine an. Wir starten früher als geplant und so langsam freuen wir uns auch auf zuhause.



gerade in Arbeit

13. Dezember 2013 – 16. Dezember 2013 Sansibar
Tag 8 (13.12.2013):
Ankunft: Mbuyuni  Beach Village-Zanzibar
 



 Weiter Tipps/Infos:

 Es hat sich eine Parallelwährung in Us $ entwickelt. Viele Organisationen verlangen ausschließlich $
 z.b.Nationalparks, Zoll ,Immigration, uws. daher ein Großteil in Us$ vorhalten. An Bankautomaten
 bekommt man nur Tanzania Shillinge, es werden aber unsere Geldautomatenkartne akzeptiert.

 Traveller-Checks werden weniger akzeptiert.


Die Stromspannung beträgt 230V/ Wechselstrom. Es werden 3-polige (wie britische) Steckdosen verwendet.
Es kommt immer wieder zu Stromausfällen. Die Mitnahme einer guten Taschenlampe ist daher ratsam.

Telefonieren über Festnetz funktioniert in Städten, Hotels, Lodges oder Postämtern. Auch das Mobilfunknetz ist sehr gut ausgebaut. Sehr günstig ist der Kauf einer Pre-Paid-Telefonkarte (von Zain, Vodacom oder Mobiltel). Sie erhalten für
wenige Euro eine tansanische SIM-Karte und können überall entsprechende Aufladecodes erwerben.
Tansanische Landesvorwahl: +255

In allen Städten stehen Internetcafés zur Verfügung.

GESCHÄFTSZEITEN:

Märkte und Läden:
in der Regel 9.00 -17.00 Uhr
Supermärkte: teils bis 22.00 Uhr
Mittagspause: 13.00 -14.00 Uhr

Bank & Post:
von 9.00 – 12.00 Uhr und 14.00 -16.00 Uhr
Behörden: 8.00 – 12.00 Uhr
Sonntag ist  Ruhetag.




Links

Auflistung: Preise und sonstige Kosten diverser Nationalparks


Zum Camps/Lodges/Preise recherchieren
 

Auswärtiges Amt

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